Warum heißt dieses Scheißding Mammakarzinom?

Auszug eines Kapitels aus meinem Buch: Metamorphose – Scheiß doch den Krebs an

KOPFSTIMME: ich habe  keine Empfindungen. Nein,viel schlimmer, ich kann sie nicht leiden. Und doch suche ich nach ihrer Liebe, ein wenig Bemutterung. Ist DAS NORMAL oder bin ich bekloppt? Bin ich selbst je eine gute Mutter gewesen? Hatte ich je die Chance bei dieser Familienhistorie, dass aus mir etwas Vernünftiges wird? Scheisse, ich bin selbst schuld. Mamma, ich habe jetzt auch Krebs. Bist du zufrieden? Interessiert dich das überhaupt?

Nein, meine Mutter hat mich nicht angerufen, obwohl sie wusste, dass ich krank bin. Sterbenskrank. Als ich mit meiner Tochter kurz vor der Therapie nach Griechenland flog, besuchte ich sie in Griechenland. Kurz. Sehr kurz. Sie jammerte, erzählte mir Horror-Geschichten über Krebs, Ärzte und Betrügereien. Übrigens sprach sie schon damals von Pfusch und Geldmacherei was die Verabreichung der Chemos anbelangte. Sie behauptete sogar, dass im Krankenhaus in Griechenland-Larisse ihre Medikamente vertauscht wurden.  Ihre ständige Art negativ zu denken, machte mich fertig. Und…zu dem Zeitpunkt konnte ich mir überhaupt nicht vorstellen, dass sich jemand auch nur annähernd wagen würde, diese wichtige Medizin zu tauschen, zu strecken oder minderwertig weiter zu verkaufen.

Im Übrigen sollte es ein paar Jahre später, nämlich im Jahre 2017 wirklich einen solchen Fall geben. In Bottrop hatte sich ein Apotheker an teils mit unterdosierten Medikamenten bereichert, sowohl auch unwirksame Medikamente verkauft. Er finanzierte sich damit sein Luxusleben und war der Meinung, diese Menschen würden ja sowieso sterben. 

Doch zu dem Zeitpunkt, interessierte mich das alles nicht. Sie machte mir einfach nur unheimlich viel Angst. Ich wollte doch nur, dass sie mir Mut macht. Das einzige was ich aus diesem Gespräch mitnehmen konnte, sie hat wirklich Krebs. Seit 2008. Fünf Jahre später. Immer noch. Wir sind im Jahr 2013.

Chemos hat sie abgelehnt. Nach der ersten wollte sie nicht mehr, weil sie diese nicht verträgt. Wer verträgt die schon?

Mein Besuch bei ihr war sehr kurz. Nach 15 Minuten verschwand ich, völlig aufgelöst und enttäuscht. Ich weinte. Mir fehlte einmal wieder „meine Mutter“. Was für ein Teufelskreis, aus dem ich nicht herauskam. Es bringt nichts, Anna, du bekommst hier nicht was dir fehlt. Vergiss es, sprach ich mit mir selbst.

Mir fehlte die Aufmerksamkeit meiner Eltern. Kind, wie geht es Dir? Tröstende Worte, ermutigende Ratschläge. Fehlanzeige. Nüscht. Nicht eine einzige klitzekleine Frage, die in meine Richtung ging, kam über ihre Lippen.

Wieder einmal war mir bewusst, Anna, du musst da alleine durch. Wie immer.

…den Rest gibt es in meinem Buch zu lesen, welches ich noch in diesem Jahr veröffentlichen möchte )

..und an jedem Ende eines Kapitels steht eine Weisheit, ich habe sie MISSION genannt:

MISSION

Kann ich gar nicht oft genug sagen: GEH DIR SELBST GEGENÜBER EINE STÄRKERE VERPFLICHTUNG EIN!

Und…Scheiße darf man doch sagen!

 Das Foto habe ich von pixabay/waldryano


Den Anstoß für diesen Artikel gab es, als ich einen Bericht über den Medikamentenskandal in Griechenland in den Medien fand.

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